Eines Tages …

Eines Tages traff ich drei Steine.
Ich fragte die Steine wie lange ich noch leben kann ohne Hoffnung.
Der erste Stein sagte:” Solange Du die Luft unter Wasser anhalten kannst, solange kannst Du leben.”
Der zweite Stein sagte: “Solange Du leben willst ohne Hoffnung wirst Du leben.”
Der dritte Stein brachte mich zum Nachdenken, er sagte: “Was nennst Du Leben, wenn Du keine Hoffnung mehr hast?”
– Erich Fried

Offensichtlich keine Hoffnung

Offensichtlich keine Hoffnung

Wir treffen am Einsatzort ein.
Wir werden von der Tochter empfangen.
Wir lesen aus ihren Augen.
Beinahe gleichzeitig treffen wir auf Sohn und Enkel.
Auch in ihren Augen lesen wir.
Endlich bei der Patientin versorgen wir sie
und lesen in ihren Augen.
Der endlich eingetroffenen Arzt untersucht die Patientin
und schreibt eine Einweisung in das Krankenhaus.
Wir lesen auch in seinen Augen.
Im Krankenhaus angekommen übergeben wir die Patientin.
Wir lesen in den Augen des Krankenhauspersonales.
Wir fahren wieder auf die Dienststelle.
Zwei Tage später hören wir was wir bereits in den Augen lasen.
Wieder ein Patient für den wir nichts mehr tun konnten.
– sanados

Das kleine bißchen Leben

Das kleine bißchen Leben.

Das kleine bißchen Leben das ich hier in Händen halte.
Noch so zart, so zerbrechlich.
Kaum mehr als eine handvoll.
So hilflos, so unsicher.
Und doch liegt all meine Hoffnung darin.
All meine Zukunft.
Ich küsse dieses kleine Wesen in meinen Armen.
Wir haben uns dieses kleine bißchen Leben schon lange gewünscht.
– sanados

Sieh mir in die Augen

Sieh mir in die Augen

Sieh mir in die Augen und sage mir was Du siehst?
Siehst Du Hoffnung in meinen Augen?
Oder vielleicht Zufriedenheit?
Wenigstens Unzufriedenheit?
Siehst Du Liebe oder Hass?
Findest Du Vertrauen in meinen Augen?
Nein?
Was siehst Du in meinen Augen?
Siehst Du nichts in meinen Augen?
Warum siehst Du nichts in meinen Augen?
Du mußt etwas sehen.
Ich selbst habe schon so viel gesehen in meinem Leben.
Du hast recht.
Ich habe so vieles gesehen, das nie ein Mensch sehen sollte.
– sanados

Kaum eine Hoffnung

Kaum eine Hoffnung!

Noch immer diese Erinnerungen.
Noch immer diese Gefühle.
Spüre noch immer Deine Berührung.
Höre Dich noch immer reden.
Suche Dich noch immer am Morgen an meiner Seite.
Wähle noch immer Deine Nummer.
Reserviere noch immer die Tage für Dich.
Doch wieviel Hoffnung besteht noch nach so vielen Jahren?
Kaum eine Hoffnung!
– sanados

Graue Nebelschwaden

Graue Nebelschwaden

Ziehen sanft durchs Land.
Streicheln zart den Körper.
Trüben den Blick.
Geheimnisvoll beschützt er uns.
Schirmt uns ab vor dem grauen Alltag.
Beschützt uns vor Gewohnheit.
Lässt die Gedanken schweifen.

Durchstreife den Nebel!
Er lässt Dich verloren fühlen
Und doch geborgen.
Geborgen in einem kleinen sichtbaren Bereich.
Schemenhafte Gestalten dringen zu uns durch.
Er lässt die Hoffnung aufs Neue aufwallen.
Ungewissheit und doch Sicherheit.
Der Nebel wird sich wieder lichten.
Und die Realität zurückbringen.
– sanados

Immer noch da

Immer noch da

Ich bin immer noch da.
Immer noch betrachte ich die Sterne.
Immer noch trage ich Hoffnung in mir.
Sehe die Welt durch eigene Augen.
In strahlendem Licht.
Ich kann noch träumen.
Versinken in einer anderen Welt.
Ich möchte das nicht verlernen.
Ich möchte mich in einigen Jahren
Noch immer sagen hören:
„Ich bin immer noch da!“
– sanados

Einfach ein Liebesgedicht

Einfach ein Liebesgedicht

Dein Duft noch in meinem Zimmer.
Wünschte ich doch, er wäre es immer.
Voller Glück denke ich an Dich.
Fällt Dein Name gibt es mir einen Stich.
Unmöglich wäre ein Leben ohne Dir.
Eine gemeinsame Zukunft wünsch ich mir.
All die Hoffnung die wir teilen.
Sobald als möglich werde ich wieder zu Dir eilen.
– sanados