Wenn nichts mehr bleibt

Wenn die Namen verblassen
und die Zimmer leer werden,
wenn die Hände nichts mehr halten,
kein Besitz, kein Titel, keine Zahl,
die jemand für wichtig hielt,

dann bleibt nicht das, was wir gebaut haben,
nicht die Mauern, nicht die Pläne,
nicht die Sorgen, die wir nachts
so sorgfältig gepflegt haben,
als wären sie unser Eigentum.

Vielleicht bleibt ein Gespräch,
das irgendwo noch nachklingt,
ein Geruch von Sommer in einer Küche,
ein Satz, den jemand weitersagt,
ohne zu wissen, woher er kommt.

Und wenn auch das sich löst,
wenn der Wind die letzten Spuren
sanft über die Felder trägt,
dann ist da nur noch dieses eine:

Das Einzige, das bleibt,
ist ein Lachen im Gesicht.

Nicht für jemanden gemacht,
nicht erklärt, nicht erklärbar,
einfach da,
wie Licht auf einer Wand,
lange nachdem die Sonne gegangen ist.